Interpack 2026: Wie coextrudierte Folien die Lebensmittelverpackung revolutionieren und Abfall reduzieren
Auf der Interpack 2026 in Düsseldorf konzentrierte sich die globale Verpackungsindustrie auf die Zukunft nachhaltiger und intelligenter Verpackungen. Zu den wichtigsten Trends der Veranstaltung zählten intelligente Verpackungen, innovative Materialien und die Weiterbildung von Fachkräften für die zukünftige Produktion. Im Mittelpunkt stand dabei eine zentrale Herausforderung: Wie können Verpackungsinnovationen dazu beitragen, die weltweite Lebensmittelverschwendung zu reduzieren? Unter den vorgestellten Technologien befanden sich auch mehrschichtige Verpackungen. coextrudierte Folien Sie zeichneten sich durch ihre Fähigkeit aus, die Haltbarkeit zu verlängern, die Frische zu bewahren und Abfall zu minimieren.

Hochbarriere-Technologie: Frische bewahren
Laut FAO gehen jährlich fast 45 % der Obst- und Gemüseernte aufgrund mangelhafter Verpackung verloren. Sauerstoff, Feuchtigkeit und Licht sind die Hauptursachen für Lebensmittelverderb.
Mehrschichtige, koextrudierte Folien Diese Herausforderung lässt sich durch das Einbetten ultradünner Schichten aus Hochbarriere-Materialien wie EVOH oder PA in die Folienstruktur bewältigen, wodurch ein wirksamer Schutz gegen äußere Einflüsse entsteht. Auf der Interpack 2026 präsentierten Unternehmen fortschrittliche Hochbarriere-Lösungen, die die Sauerstoffdurchlässigkeit von Hunderten cm³/m²/Tag/atm in herkömmlichen Folien auf einstellige Werte reduzieren und so Oxidation und mikrobielles Wachstum effektiv verlangsamen.
Beispielsweise kann durch die Kontrolle der Sauerstoffdurchlässigkeit bei 3–5 cm³/m²/Tag/atm die Haltbarkeit von Fleisch von 7–10 Tagen auf 15–20 Tage verlängert werden, während gleichzeitig die Ausfallrate der Verpackung von 1–2 % auf unter 0,2 % gesenkt wird. Hochbarriereverpackung verlängert nicht nur die Haltbarkeit, sondern trägt auch direkt zur Reduzierung von Lebensmittelabfällen bei und unterstützt damit das EU-Ziel für 2030, die Lebensmittelabfälle im Einzelhandel und auf Verbraucherebene um 30 % zu reduzieren.
Aktive Funktionsschichten: Von passiven Barrieren zur proaktiven Erhaltung
Ein klarer Trend auf der Interpack 2026 war die Entwicklung von Verpackungen vom passiven Schutz hin zur aktiven Konservierung.
Das schwedische Unternehmen Innoscentia hat eine sensorintegrierte Verpackung vorgestellt, die die Frische in Echtzeit überwacht und so den Verbrauchern hilft, fundierte Entscheidungen zu treffen und Abfall aufgrund falsch eingeschätzter Haltbarkeit zu reduzieren.
Auf der portugiesischen Messe Nanox wurden Pack Smart-Folien vorgestellt, die funktionelle Zusatzstoffe enthalten, um das mikrobielle Wachstum zu hemmen und den Gasaustausch zu regulieren, wodurch der Verderb des Materials selbst aktiv verzögert wird.
Co extrudierte Folien Sie ermöglichen die präzise Platzierung funktionaler Schichten, ohne die mechanische Festigkeit oder die Dichtigkeit zu beeinträchtigen. Beispielsweise hemmt eine antimikrobielle EVA-Schicht mit Pflanzenextrakten, die an eine EVOH-Barriere angrenzt, effektiv das mikrobielle Wachstum auf Fleischoberflächen. Untersuchungen des Fraunhofer IVV zeigen, dass diese Folien die Haltbarkeit von Fleisch um 30–50 % verlängern können und sich daher ideal für Produkte eignen, die anfällig für Kontamination oder Auslaufen sind.
Recycelbares Design und Leichtbaufolien: Nachhaltigkeit und Leistung im Einklang
Die Reduzierung von Lebensmittelabfällen muss mit ökologischer Verantwortung einhergehen. Gemäß der EU-Verordnung über Verpackungen und Verpackungsabfälle (PPWR) ist recyclingfähiges Design unerlässlich. (Ein-Material-Verpackungen) coextrudierte Mehrschichtfolie avancierte zu einem wichtigen Schwerpunkt der Messe.
Das Fraunhofer IVV hat die patentierte HIS-Technologie vorgestellt, die ein effizientes Versiegeln von einkomponentigen Folien in schmalen Heißsiegelfenstern ermöglicht und den Energieverbrauch um bis zu 95 % reduziert. Diese Innovation gewährleistet eine gleichbleibende Siegelqualität auf Hochgeschwindigkeitsanlagen und ermöglicht den Einsatz recycelbarer, coextrudierter Folien ohne Einbußen bei der Produktionseffizienz.
Leichtbau und Materialreduzierung spielten ebenfalls eine wichtige Rolle. Zum Beispiel:
Die Korozo Group präsentierte uniorientierte MDO-PE-Hochbarrierefolien, die eine vollständige Recyclingfähigkeit von PP/PE bei gleichzeitig reduziertem Materialverbrauch und verlängerter Haltbarkeit ermöglichen.
Promix Solutions AG demonstrierte die Microcell-Schäumtechnologie, bei der CO₂ oder N₂ injiziert wird, um Mikrozellstrukturen zu erzeugen. Dadurch lässt sich das Materialgewicht um ca. 20 % reduzieren, ohne die Leistung zu beeinträchtigen. Auf einer Extrusionsanlage mit einer Kapazität von 800 kg/h können so täglich ca. 3,8 Tonnen Kunststoff eingespart werden – ein Paradebeispiel für das Prinzip „Mehr Lebensmittel mit weniger Material schützen“.
Intelligente Verpackung und aktive Überwachung: Abfallreduzierung durch abgelaufene Produkte
Falsche Mindesthaltbarkeitsdaten sind weiterhin eine der Hauptursachen für unnötige Lebensmittelentsorgung. Die Interpack 2026 hob innovative Verpackungslösungen hervor, darunter:
Eingebettete Gassensoren oder pH-Indikatoren, die die Frische von Lebensmitteln auch bei Unterbrechungen der Kühlkette visuell signalisieren.
KI-gestützte Simulationen zur Optimierung von coextrudierten Folienstrukturen, Vorhersage von Materialabbau und Barriereleistung, Reduzierung von Versuchs- und Irrtumsverlusten in der Entwicklung.
Solche Technologien helfen den Verbrauchern, fundierte Entscheidungen zu treffen, wodurch Verschwendung aufgrund von Unsicherheit vermieden und gleichzeitig die Sicherheit gewährleistet wird.
Ganzheitlicher Lebenszyklusansatz: Vom Design bis zum Recycling
Nachhaltige Verpackungen müssen von der Materialbeschaffung bis zum Recycling am Ende ihrer Lebensdauer berücksichtigt werden. Interpack betonte die Bedeutung einer ganzheitlichen Lebenszyklusbetrachtung:
Priorisierung biobasierter Materialien wie beispielsweise Braskems aus Zuckerrohr gewonnenes I'm green™ PE, das den CO2-Fußabdruck im Vergleich zu herkömmlichem PE deutlich reduziert.
Entwicklung von coextrudierten Folien für einfache Recyclingfähigkeit, Abstimmung der Schichtstrukturen auf die bestehende Recyclinginfrastruktur.
Fazit: Coextrudierte Folien an der Spitze nachhaltiger Verpackungen
Die Interpack 2026 bestätigte, dass die Zukunft von Lebensmittelverpackungen in funktionalen und nachhaltigen Systemen liegt. Mehrschichtige, coextrudierte Folien vereinen:
- Hochdichte Barriereschichten zum Erhalt der Frische
- Aktive Funktionsschichten zur Verlängerung der Haltbarkeit
- Recycelbare, leichte Strukturen zur Reduzierung der Umweltbelastung
- Intelligente Sensoren und KI-gestütztes Design zur Minimierung von Abfall
Mit flexiblem Design und präziser Verarbeitung mehrschichtige coextrudierte Folien Sie spielen heute eine zentrale Rolle bei der Reduzierung der weltweiten Lebensmittelverschwendung und ermöglichen es Marken, sicherere und länger haltbare Lebensmittel anzubieten und gleichzeitig Nachhaltigkeitsziele zu unterstützen.










